Daily Archives: December 17, 2007

Die eigenen vier Wände

heute mal ein post in deutsch, wobei ihr mir hierbei kleinere vokabulaere und grammatikalische fehler vergeben muesst, da ich kaum in der deutschen sprache schreibe.

gestern telefonierte ich mit meiner mutter, die uebrigens ganz geplagt ist mit schmerzen und krankheiten – das kommt vom lebenlangen schaffen, wenn man sich nicht bildet sondern mit 17 schwanger wird und die schule abbricht, die arme 😦

der satz macht schon kaum mehr sinn.

ich telefonierte also mit meiner mutter, und beschrieb meine derzeitige situation, die in etwa folgend ist:

  • job in london (sehr guter job)
  • wohnung in edinburgh
  • freund in london (kann aber nicht mit ihm zusammenwohnen, bin gerade erst ausgezogen weil zu stressig)

die schwierigkeit, alles im leben zu vereinen

vor etwa 10 jahren tippte ich in meinen psion 5 ein, dass ich schreiben will. das mein ziel im leben ist, mich dem schreiben widmen zu koennen, koste es, was es wolle.

seitdem ist einiges passiert, sehr viel sogar, PhD, nzb, haus gekauft, gerade letzteres war wohl eine dummheit, da der hauskauf einen sofort in die kapitalistische muehle einspinnt, wie ein rennrad, von dem man nicht absteigen kann.

ich bin durcheinander. mein job in london ist wirklich geil, und macht sehr viel spass, allerdings bedeutet der oder jeglicher andere kapitalistische 9-5 job, dass ich zu nix anderes mehr zeit habe. und, der london job bedeutet, dass ich keine ‘eigenen vier waende’ habe. nichts, wo ich mich sehen kann.

das leben zieht somit vorbei, es macht alles spass und ist nicht wirklich unaushaltbar, aber man duempelt trotzdem irgenwie an der oberflaeche entlang. gerade das faellt mir als ehemaliges PhD – gehirn schwer, weil es bedeutet, dass der grossteil meines lebens an andere vergeben wird.

andere: der job, die nzb

es ist, als ob das eine lenina-version ist, die gut funktioniert, und die ‘alles hat’ – berufliche anerkennung, nzb, keine ‘grossen’ probleme (im hinblick auf geld, hunger, krankheit), und trotzdem ist diese lenina-version nicht das, was ich eigentlich im sinn hatte.  dass man, wenn man mal etwas ‘erreicht hat’, sich ploetzlich fragt, ob das alles ist, oder, ob es das ist, was man sein will, und, wo man sein will.

der konflikt ist unloesbar. lenina kann nicht alles haben. auf englisch gibt es da ein gutes sprichwort: you can’t have your cake and eat it.